Leitfaden Sonderbauten

 

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Betr.: Prüfungen von elektrischen Anlagen


Elektrische Anlagen müssen nach DIN VDE 0100, Teil 600, einer Erstprüfung vor der ersten Inbetriebnahme und nach wesentlichen Änderungen an der Anlage unterzogen werden in der nachgewiesen werden muss, dass die Anforderungen der elektrotechnischen Regeln eingehalten werden.


Weiterhin fordert die Unfallverhütungsvorschrift BGVA 3 „elektrische Anlagen und Betriebsmittel“ in Verbindung mit VDE 105, Teil 100 „Betrieb von Starkstromanlagen“, dass der Unternehmer dafür zu sorgen hat dass die elektrischen Anlagen und Betriebsmittel auf ihren ordnungsgemäßen Zustand geprüft werden.


Die Prüfungen sind vor der ersten Inbetriebnahme einer Anlage nach Änderungen oder Instandsetzungen vor der wieder Inbetriebnahme durchzuführen .


Wiederkehrende Prüfungen sind in bestimmten Zeitabständen durchzuführen, hierbei sind die Fristen so zu bemessen, dass entstehende Mängel, mit denen gerechnet werden muss, rechtzeitig festgestellt werden.


Die in der Durchführungsanweisung zur BGVA 3 angegebenen Tabellen mit vorgeschlagenen Prüffristen, können jedoch nur als Richtwert herangezogen werden , da die Betriebssicherheitsverordnung hier erheblich konkreter wird und in § 3 über die Gefährdungsbeurteilung verlangt, dass für Arbeitsmittel, insbesondere Art, Umfang und Fristen für die erforderlichen Prüfungen auf Basis einer Gefährdungsbeurteilung zu ermitteln sind.

Die Technische Regel für Betriebssicherheit (TRBS) konkretisiert die Betriebssicherheitsverordnung hinsichtlich der Ermittlung und Bewertung von Gefährdungen.


Eine einfache Übernahme der Richtwerte der BGVA 3 würde somit dem § 3 der Betriebssicherheitsverordnung widersprechen.


Gem. VDE 105, Teil 100 besteht der Zweck von Wiederholungsprüfungen in dem Nachweis, dass die elektrische Anlage den Errichtungsnormen und Sicherheitsvorschriften entspricht.

Durch wiederkehrende Prüfungen ist festzustellen, ob sich der Zustand der elektrischen Anlage oder von Teilen so verschlechtert hat, dass ihre Benutzung unsicher ist.


Elektrischen Anlagen müssen in geeigneten Zeitabständen geprüft werden. Wiederkehrende Prüfungen sollen Mängel aufdecken, die nach der Inbetriebnahme aufgetreten sind und den Betrieb behindern oder Gefährdungen hervorrufen können.


DIN VDE 0105, Teil 100 verweist an dieser Stelle darauf, dass Prüffristen in Gesetzen, Verordnungen und Verhütungsvorschriften oder Sicherheitsvorschriften festgelegt sind. Auch hier bleibt festzuhalten, dass die Vorschläge der BGVA 3 nur als Richtwerte herangezogen werden dürfen und wie vor beschrieben, eine Gefährdungsbeurteilung im Einzelfall angefertigt werden muss.


Die Prüfung elektrischer Anlagen in Sonderbauten erfolgt gemäß den Technischen Prüfverordnungen der Länder.


Hier wird vorgegeben in welchen wiederkehrenden Zeitabständen die Anlagen sowie die dafür bauordnungsrechtlich geforderten Brandschutzmaßnahmen von staatlichen anerkannten Sachverständigen oder von Sachkundigen auf ihre Wirksamkeit und Betriebssicherheit geprüft werden müssen.


Die Prüfungen erfolgen am Beispiel von NRW gem. Anhang zur Technischen Prüfverordnung für elektrische Anlagen, einschl. Sicherheitsbeleuchtung und Sicherheitsstromversorgung vor der ersten Inbetriebnahme und nach wesentlichen Änderungen durch einen Sachverständigen. Die Sicherheitsbeleuchtung und Sicherheitsstromversorgung ist einer wiederkehrenden Prüfung nach 3 Jahren ebenfalls durch einen Sachverständigen zu unterziehen.


Für die sonstigen elektrischen Anlagen gilt für die Wiederholungsprüfung eine 3-jährige Frist. Hier kann die Prüfung durch einen Sachkundigen erfolgen.


Die Prüfungen erfolgen in NRW auf Basis der „Grundsätze für die Prüfung technischer Anlagen und Einrichtungen“ entsprechend der technischen Prüfverordnung in der Fassung vom November 2002.


Hier sind unter Teil F die Prüfgrundlagen für die Prüfung der Sicherheitsstromversorgung sowie der Sicherheitsbeleuchtungsanlagen und unter Teil I die Prüfgrundsätze für die Prüfung der allgemeinen elektrischen Anlagen beschrieben.


Tabelle 1 zeigt eine Zusammenfassung aller vor beschriebenen Prüfungen von elektrischen Anlagen.



Techn. Regeln u. Verordnungen zur Durchführung der Prüfung (Prüfgrundlagen)

Gesetzliche Vorgaben für die Durchführung der Prüfung

Prüffristen

Prüfer

Prüfungen von el. Anlagen, Sicherheitsbeleuchtungs- und Sicherheitsstromversorgungsanlagen in Sonderbauten


gem. §1 der Muster-Prüfverordnung von März 1999 (Anwendungsbereich)

- DIN VDE 0100 / Teil 600

- DIN VDE 0105

- VDS-Richtlinien


- in NRW:

Grundsätze für die Prüfung techn. Anlagen u. Einrichtungen gem. Technischer Prüfverordnung Teil I el. Anlagen

Techn. Prüfverordnung des jeweiligen Landes


in NRW aus 5 / 2000

In NRW gem. Anhang zu den §§ 1 und 2 der TPrüfVO alle 3 Jahre

In NRW:

gem. Anhang zu den §§ 1 und 2

- Bei Erstprüfungen und nach wesentlichen Änderungen ausschließlich durch Sachverständige.

- Bei Wiederholungsprüfungen mit Ausnahme der Sicherheitsbeleuchtung und der Sicherheitsstromversorgung durch Sachkundige.

Erstprüfung und Prüfung nach Instandsetzung / Änderung


außer in Sonderbauten gem. §1

der Muster-Prüfverordnung von März 1999 (Anwendungsbereich)

- DIN VDE 0100 / Teil 600

BGV A3

Betriebssicherheitsverordnung

(BetrSichV)

Elektrofachkraft

- Wiederholungsprüfung


außer in Sonderbauten gem. §1

der Muster-Prüfverordnung von März 1999 (Anwendungsbereich)

- DIN VDE 0105

BGV A3, BetrSichV

Prüffristen sind über eine Gefährdungsbeurteilung gem. §3 der Betriebssicherheits-

verordnung in Verbindung,

mit den Technischen Regeln für Betriebssicherheit (TRBS)

möglicherweise in Anlehnung an die BGV A3 zu ermitteln

Elektrofachkraft


Art der Prüfung
 



 

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